Samstag, 29. Oktober 2011

Melancholia






Bevor es mit "American Psycho" und der Reihe weitergeht, möchte ich allen noch ganz dringend Melancholia von Lars von Trier ans Herz legen!

Schaut ihn euch an, solange er noch im Kino zu sehen ist.

Da der Film schon vor einem halben Jahr in Cannes uraufgeführt wurde und seitdem mehr als genug über ihn im Internet zu lesen ist und war, möchte ich nur ein paar wenige Gedanken hinzufügen:

Die Beobachtungsgabe vom dänischen Regisseur sucht ihresgleichen. Zwar scheint die wackelige, dogmaartige Handkamera willkürlich durch den Raum zu gleiten, zu zoomen und eben zu wackeln, aber NEIN. Alles ist von Bedeutung, selbst Unschärfen sind gewollt, schnelle Schwenks bei denen man kaum etwas erkennen kann. Genial. Europäisches Kino kann so großartig sein. Das ist jetzt keine neue Erkenntnis, aber eine beruhigende Feststellung nach dem mir beim letzten Mal von Trier eher andere Dinge mehr oder weniger aufs Auge gedrückt worden sind...(Antichrist) Inhaltlich hat der Film durchaus seine Ungereimtheiten, die auch nicht immer absichtlich oder glücklich gesetzt sind. Dennoch kann man leicht darüber hinwegsehen, weil es schon lange keinen Film gegeben hat, der an den entscheidenden Stellen so vieles richtig macht. Die Charaktere bestimmen ihre Umwelt und ihre Umwelt wird von Charakteren bestimmt. Manche Dinge werden nicht erklärt, aber alles ist deutlich zu erkennen. Und wer sagt, dass der Film nicht unterhält zwischen all dem Kunstanspruch, der hat unrecht. Es ist zum teil  amüsant, zum Teil spannend. Natürlich ist die Grundstimmung von Dunkelheit geprägt und es ist kein leicht verdaulicher Film für zwischendurch. Dafür würde es aber ja den Fernseher geben.


Zudem habe ich einige weiter Filme auf der Viennale sehen können. Hierzu werde ich kommende Woche mehr schreiben, wenn die Viennale für mich mit dem Film "Take Shelter" von Jeff Nichols enden wird.

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